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"Was Zähne mit unserem Körper zu tun haben" - Beschwerden an den Zähnen können im Zusammenhang mit körperlichen und psychischen Erkrankungen stehen.

11.03.15 14:17 Alter: 3 Jahre

Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch stehen für gutes Aussehen und Lebensqualität. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen immer mehr, dass gesunde Zähne auch eine große Bedeutung für die allgemeine Gesundheit haben. Wechselwirkungen zwischen Entzündungen im Mund und Diabetes, Arterienverkalkung und Rheuma stehen dabei genauso im Fokus wie das dem Kiefergelenk mit Rücken- und Nackenbeschwerden. In unserer Reihe zum Thema Zähne und allgemeine Gesundheit beschäftigen wir uns mit den Auswirkungen der Mundgesundheit auf den Körper. Hierbei werden wir uns um die Teilbereiche „Zahnfleischentzündung und Diabetes mellitus“, „Zahnfleischentzündung und Arterienverkalkung“ und „Kiefergelenkes und allgemeines Gesundheit“ widmen


Zahnfleischentzündungen und Diabetes mellitus

Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis, umgangssprachlich: Parodontose) sind neben der Karies die am weitesten Erkrankung in der Mundhöhle. Es handelt sich dabei um eine Entzündung der Zahnumgebenden Gewebe. Diese Bakterien in den Zahnbelägen. Nach der vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) leiden 73,2% der 35-44 Jährigen unter einer Parodontalerkrankung. Die lokalen Auswirkungen im Mund sind entzündliche Reaktionen des Zahnfleisches, die zu einem Knochenabbau führen. Zunächst bestehen keine oder nur sehr geringe Symptome wie Zahnfleischschwellung, -bluten und Sensibilitäten. Erst später kommt es zu Mundgeruch / schlechten Geschmack und noch später zu einem Zahnfleischrückgang.  Betroffen sind neben dem Zahnfleisch auch der Kieferknochen, der Parodontalspalt und umgebendes Bindegewebe.

Untersuchungen zu Wechselwirkungen zwischen Parodontitis und Diabetes zeigen, dass sich diese beiden Volkskrankheiten gegenseitig negativ beeinflussen.

Es konnte gezeigt werden, dass Diabetiker deutlich häufiger und schwerer an Parodontitis erkranken als gesunde Patienten. Insbesondere der Diabetes Typ 2 gilt als Risikofaktor der Parodontitis. Das erhöhte Krankheitsrisiko. als auch ein beschleunigter Verlauf konnte vor allem bei einem schlecht eingestellten Blutzuckerspiegel nachgewiesen werden.

Gleichzeitig leiden Diabetiker die an Parodontitis erkrankt sind häufig an einer schlechteren Einstellung des Blutzuckerspiegels. Je schwerer die Zahnfleischentzündung ausgeprägt war umso schlechter war der Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) eingestellt. Weitere Studien konnten sogar nachweisen, dass anfänglich gesunde Patienten die an einer chronischen Parodontitis leiden nach 10 Jahren deutlich häufiger eine Störung der Glukosetoleranz oder sogar einen Diabetes mellitus haben. Der genaue Mechanismus dieser Negativbeeinflussung ist noch nicht geklärt, dennoch macht dieser Teufelskreis deutlich, dass die Behandlung einer Zahnfleischentzündung ein wichtigen Beitrag zur Vermeidung bzw. zur Behandlung einer Diabetes Erkrankung darstellt. In der Privatpraxis für Zahnheilkunde Heimann und Kollegen (dent-docs.com) wird diesen Erkenntnissen Rechnung getragen und mit besonderem Engagement auf die Früherkennung und Therapie der Parodontitis geachtet.


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